Sonntag, 3. März 2019

Ergebnis Malwettbewerb "Oktober-November 2018"

Liebe Zauberschüler,


Das Thema des Malwettbewerbs war:
"Hogwartsklamotten im eigenen Design"

Ihr habt wieder fleißig Abgestimmt, und so 
konnten die Gewinner ermittelt werden.

Herzlichen Glückwunsch! :)

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Platz 1 = Claw Graves aus Gryffindor


 

Diesmal gab es nur eine Einsendung!

Ergebnis Fotowettbewerb "Oktober-November 2018"

Liebe Zauberschüler,


Das Thema des Fotowettbewerbs war:
"Fortbewegungsmittel der Muggel"

Ihr habt wieder fleißig Abgestimmt, und so 
konnten die Gewinner ermittelt werden.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner! :)

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Platz 1 : Claw Graves aus Gryffindor!

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Platz 1 :Merliah aus Slytherin!

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Platz 1 :Demara aus Hufflepuff!


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Platz 2 :Lisa Diggory aus Ravenclaw!




Ergebnis Gedichtewettbewerb "Oktober-November 2018"

Liebe Zauberschüler,


Die Gewinner des Gedichtewettbewerbs stehen fest!

Das Thema war: 

"Ein lustiger Schulalltag in Hogwarts"


Ihr habt wieder fleißig Abgestimmt, und so 
konnten die Gewinner ermittelt werden.

Herzlichen Glückwunsch! :)

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Platz 1 = Claw Graves aus Gryffindor!

Ich recke mich schläfrig, schlage die Decke zurück und klettere aus dem Bett,
Um mich anzuziehen. Wo ist die zweite Socke? Unter dem Kissen? Na, das ist ja nett.
Als ich fertig bin, sagt ein Blick auf die Uhr, es gibt schon Frühstück - 

gut, mir knurrt nämlich der Magen.

Ordentlich zuzulangen, kann ich, denke ich, heute Morgen ganz prima vertragen.
In der Großen Halle am Tisch nehme ich mir ein paar Toasts mit Marmelade;
Da werde ich angerempelt - so ein Trottel! - und das Zeug tropft mir fast auf die Wade.
In der Schüssel mit Müsli landet zielgenau die Eule mit der Post von Zuhause.
Ich löse das Päckchen; doch muss ich gleich noch die Schultasche packen, 

also heb ich’s auf bis zur Pause.

Was haben wir denn heute? Ach ja, als erstes steht Verwandlung auf dem Plan.
Gut, da üben wir nur praktisch, und ich kann mir schon mal das Buch mitzuschleppen spar’n.
Im Unterrichtszimmer gehe ich auf meinen Platz und hole den Zauberstab hervor.
Plötzlich erschreck ich: Bin ich falsch hier? Ein anderer Lehrer? 

Doch er sagt „Krankheitsvertretung“ - na ja, sowas kommt vor.

Wie, „Heute lesen wir im Kapitel Fünf“? Wieso gerade diesmal? Das war aber so nicht gedacht.
Mein Buch liegt doch auf dem Nachttisch. Kein Problem, von einem Schwung des Lehrers mit dem Zauberstabwird es schnell herbeigebracht.


Zum Schluss gibt‘s dann doch kurz eine praktische Übung: Die Aufgabe ist, rot zu färben die Feder.
Ich schaue sie an, schwing den Stab, sprech den Zauber - hoppla, wieso ist das Ding jetzt aus Leder?
Die Glocke ertönt. Das war es für heute. Ich packe mein Buch und meinen Zauberstab ein.
Tja, ich hoffe, nächste Stunde klappt’s besser, und ich werde beim Färben erfolgreicher sein;
Wenigstens war‘s nur Materialwechsels und nicht wie links vorn die Verwandlung in einen Baum.
Ich schließe mich der Menge an und begebe mich zum nächsten Klassenraum.
In Zaubertränke sollen wir diesmal einen Aufmunterungs-Trank zu brauen probieren.
Ein Blick aufs Rezept sagt mir, das dürfte mein Können vermutlich ganz schön strapazieren.
Doch ich versuche willig mein Bestes. 


Die Zutaten liegen bereit, das Wasser im Kessel fängt an zu dampfen.
Pulverisieren; mischen; zurechtschneiden; rühren - 
ich glaube, bis hierhin stimmt so weit alles. Jetzt nur nicht verkrampfen.

Wo bin ich? Ach ja. Dem Rezept folgend werf ich einen Hüpfenden Giftpilz ungeschnitten hinein.
Auf einmal ein Rums, ein lautes Zischen, gelb-roter Qualm - oh weh, da kann etwas überhaupt nicht richtig sein!


Ich war in der falschen Zeile, und der doppelte Pilz hat alles verspritzt. Ist denn heut‘ Freitag
der Dreizehnte? Ich beseitige den Schlamassel, während ich das wirklich fast glauben mag.
Nach dem Läuten eile ich rasch in den Schlafsaal 

und wechsle mein Dreckzeug gegen saubere Sachen.

Dann muss ich mich schnell hinüber in die Große Halle auf zum Mittagstisch machen.
Kaum habe ich Platz genommen, da wird unvermittelt die Aufhebung der Tafel mitgeteilt;
Gerade bekomme ich noch etwas vom Hähnchen in den Magen, das eine Freundin mit mir teilt.
Wie der Tag bisher läuft, wird mir, wenn ich an das nächste Fach denke, doch etwas bange
Vor was auch immer heute wohl dran kommt - womöglich werd ich noch ein Happen für eine Riesenschlange.


Aber Pflege magischer Geschöpfe scheint sich zum Guten zu wenden, wir bekommen harmlose Einhörner erklärt. Bei so sanften Wesen kann doch wirklich nichts passieren. Dieses Erlebnis ist ein kleines Risiko wert. Gemeinsam mit den anderen Mädchen trete ich vor und streichle das weiche Fell. Autsch! Da steht ein Huf auf meinem Zeh. Und der Lehrer tadelt noch „sowas zu vermeiden, beachtet man doch prinzipiell“. Ich reiße mich mühsam zusammen, würde aber am liebsten laut fluchen. Den Fuß muss wohl nachher erst mal die Krankenschwester untersuchen.

2

Nach dem Ende der Stundehumpele ich hoch zum Schloss und in den Gemeinschaftsraum.
Als ich mich dort setze, wird mein Fuß langsam besser; und schon bald behindern mich die Tritt-Folgen kaum. Auf dem Plan steht eine Freistunde. In der beschließe ich, schon mal die Hausaufgaben zu machen. Sonst muss ich zu allem Überfluss womöglich 

noch die halbe Nacht darüber durchwachen.

Nicht ganz motiviert, nehme ich mir Pergamentrollen, Feder, Tinte und Bücher zur Hand.
Zwei Drittel habe ich geschafft, da gleitet Peeves herein durch die Wand
Und wittert die Chance auf ein Chaos, doch ich vertreib ihn. 

Inzwischen ist mein Arm vom Schreiben schon lahm.

Dann ist endlich alles erledigt. Ich seufze erleichtert und verstaue meinen Kram.
Bald gibt es Abendessen. Großartig - ich könnte ein Erumpent verschlingen!
Allerdings muss ich meinen bohrenden Hunger noch eine halbe Stunde bezwingen.
Zum Essen sitze ich diesmal pünktlich am Tisch, und ich schlage mir den Bauch gründlich voll.
Nach den Erfahrungen des Tages kann ich nur sagen: sich so satt zu fühlen, das ist einfach toll!
Eigentlich bin ich müde und würd gern ins Bett, schlafen. 

Aber auf dem Programm steht noch eine Pflicht.

Die zu versäumen, da hilft auch die allerbeste Entschuldigung im Leben nicht.
So schlüpfe ich in meine Quidditch-Klamotten, schnappe meinen Sauberwisch und eile rigoros
Zum Trainingsfeld. Die Mannschaft ist versammelt, wir besteigen die Besen, und die Bälle sausen los. Doch keine zehn Minuten sind vergangen, da wird uns das Training gründlich vergällt.
Ein Wolkenbruch macht jedes Fliegen unmöglich, weil man durch die Wucht fast vom Besen fällt.
Vergeblich hoffen wir auf Besserung. Missmutig wird schließlich das Treffen beendet,
Und wir beschließen zu schauen, ob sich nicht morgen Abend das Blatt vielleicht wendet.
Ich tausche den klatschnassen Quidditch-Kram 

gegen den Schlafanzug und pfeffer das Zeug in die Ecke.

Dann räum ich es doch auf, ehe ich zu Bett geh. Endlich schlüpfe ich unter die warme Decke.
Plötzlich kribbelt es mich in der Nase, ich muss unvermeidbar niesen. Wenigstens ist davon keiner erwacht. Da hat mich wohl voll eine Erkältung erwischt. 

Das hat mir noch gefehlt. Na dann, gute Nacht!!!
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Platz 1 = Hogwartskatze aus Hufflepuff!

Schon beim Aufstehen merke ich
irgend etwas stimmt heut nicht
Freitag, der 13.? 1. April?
Ich glaub, heut gehts nicht, wie ich will.
Nö – s'ist ein normaler Tag
was immer er auch bringen mag
Ahnt ichs nicht, es geht schon los
wo ist mein Zauberstab denn bloß?


Kaum sitzen wir beim Frühstück alle
gemeinsam in der Großen Halle
kommen auch schon unsre Eulen
der Schulsprecher fängt an zu heulen
denn auf seinem Butterbrot
liegt ein Heuler, laut und rot


Er schnappt ihn sich und rennt davon
und ist auch verschwunden schon
Was der Heuler schreit, verstehn wir nicht
Wir gehen in den Unterricht
die erste Stunde läuft noch glatt
keiner was zu klagen hat


In Zaubertränke hat indessen
Der Lehrer glatt den Stoff vergessen
Denn sein Kessel ist voll Mäuse,
die singen laut die Hogwartsweise
jede in nem andren Takt
wir lachen, bis das Pult zerknackt


Gehen dann, vergnügt und heiter
zur Verwandlungsstunde weiter
wo verwandeln wir sodann
einen Frosch in einen Schwan
Zumindest das der Lehrer hofft
doch erscheinen unverhofft
statt der Schwäne blaue Raben
weil wir den Spruch verwechselt haben.


In Zauberkunst zuguterletzt
ist die Lehrerin entsetzt
denn die Raben von soeben
über unsren Köpfen schweben
Und sie lassen, ach herrjeh
was fallen und das ist kein Schnee

ist zwar kalt und ist auch weiß
ist Sch... ääh gefrorner Reis
Mit letzter Kraft schreit sie heraus
„Für heute ist die Schule aus“

Ergebnis Fanfictionwettbewerb "Oktober-November 2018"

Liebe Zauberschüler,


Das Thema war: 
"Ein Leben in Askaban"

Ihr habt wieder fleißig Abgestimmt, und so 
konnten die Gewinner ermittelt werden.

Herzlichen Glückwunsch! :)
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Platz 1 = Claw Graves aus Gryffindor!


Der junge Mann auf der Pritsche blickte nicht auf, als sich die Tür der halbdunklen Zelle öffnete und die große schwarze Gestalt lautlos herein schwebte. Die Kälte und die Verzweiflung hervorrufende Aura, die von ihr ausging, nahm er kaum wahr. Sie waren Alltag hier drin. Glückliche oder hoffnungsfrohe Momente existierten hier nicht. Kraftlos und stumpfsinnig blickte er weiter vor sich auf den Boden, wie er es die meiste Zeit tat. Der Dementor stellte das Essen auf den kleinen Tisch in der Ecke, wo es unbeachtet stehen blieb, und glitt geräuschlos wieder hinaus. Leicht quietschend schloss sich die Zellentür wieder. Aus einer Zelle schräg gegenüber war ein anhaltendes Schluchzen
zu hören. Vom weiter unten am Ende des Ganges kam ein wiederholtes Stöhnen, hin und wieder unterbrochen von einem Verzweiflungsschrei. Auch dies war für ihn schon zu einer alltäglichen Musik geworden, die er kaum noch registrierte.


Drei Monate hatte er nun schon innerhalb dieser schrecklichen Steinmauern verbracht. Das wusste er, weil man es ihm gesagt hatte; er selbst hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Drei Monate, die ihr Spuren hinterlassen hatten: Seine Haare waren lang, zerzaust und verzottelt, ein struppiger Bart bedeckte sein blasses, eingefallenes Gesicht, seine verwahrloste Kleidung war schmutzig und verschlissen und hing lose an seinem Körper herab, der an Gewicht verloren hatte. Aber die tiefsten
Spuren hatte diese Zeit in seinem Inneren hinterlassen. Jeden Tag, jede Nacht machten ihm dieselben schrecklichen Erinnerungen zu schaffen. Immer wieder gingen ihm dieselben furchtbaren Szenen durch den Kopf: dieser Abend, als er aus dem Fenster
beobachtet hatte, wie sein Vater von diesem Auror getötet worden war. Er hätte jemanden überfallen und beraubt, hatten sie später gesagt, und wäre auf der Flucht, von einem Schockzauber des Aurors getroffen, die Treppe hinunter gestürzt und hätte sich dabei das Genick gebrochen. Oh, wie hatte er diesen Kerl in jenem Augenblick gehasst! Er war nach draußen gerannt, hatte den am Boden liegenden Zauberstab seines Vaters ergriffen und dem Auror mehrere Flüche entgegen geschleudert. Es war ihm gleich gewesen, dass er kürzlich erst seine Schulausbildung abgeschlossen hatte, während ihm ein gut ausgebildeter, hochspezialisierten Duellant gegenüber gestanden hatte -
er hatte nur den Mann gesehen, der für den Tod seines Vaters verantwortlich war.
Zu einem Jahr in dieser Hölle hatten sie ihn verurteilt. 


Es war ein wahrhaft entsetzlicher Schock gewesen, als er die Mauern dieses Gefängnisses betrat! Nie zuvor hatte er mit Dementoren zu tun gehabt, nie zuvor ihre grauenhafte Wirkung auf einen Menschen erfahren, die unausweichlich alle Wärme und jegliches gute Gefühl aus der Welt verschwinden ließen und einem nichts als die schlimmsten Erinnerungen übrig ließen. Inzwischen hatte er jedoch schon einiges erlebt. So manch
einen hatte er hier drin schon dem Irrsinn verfallen sehen. Vorgestern hatten sie den Gefangenen aus der Zelle nebenan geholt, der sich im Wahn den Kopf an der Wand aufgeschlagen hatte und gestorben war. Und auch er selbst hatte schon manches Mal kurz davor gestanden, den Verstand zu verlieren und gänzlich in der Düsternis dieses Ortes zu versinken. Bloß ein Gedanke, an den er sich klammerte, half ihm, seine Sinne beieinander zu halten: Wenn er wieder draußen war, würde er sich
an jenem Auror für den Tod seines Vaters rächen. Sich auszumalen, wie er es anstellen sollte, dazu konnte er längst nicht mehr genug Energie aufbringen. Über Einzelheiten würde er sich später Gedanken machen müssen, nach seiner Entlassung. Doch was auch immer geschehen würde, eines wusste er sicher: Noch einmal würde er
nicht hierher kommen. Sollten sie noch einmal kommen, um ihn zu holen, würde er bis zum Tod kämpfen. Nie wieder Askaban!


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Platz 2 = Duny aus Hufflepuff! 

Ich hörte das verrückte Lachen, derjenigen, die mit mir in Gefangenschaft auf dieser verödeten, einsamen und kalten Insel waren.
Man wartete nur noch auf den Tod, während man durch die Zellwächter, den Dementoren, immer einsamer und gefühlsloser wurde. Sie saugten einem das Glück aus der Seele, machten einen zum psychischen Wrack, wie man am Beispiel von Bellatrix Lestrange sehen konnte.

Man hörte ihr hysterisches Lachen durch ganz Askaban. Man hörte ihr murmeln, dass wie ein Mantra glich: "Der dunkle Lord wird uns befreien. Er hat uns nicht verlassen. Wir sind treue Untergebene."

Und ich? Ich war nicht einen Stück besser als Lestrange. Eher würde ich mich in meinem noch nicht vorhandenen Grab umdrehen, als dass ich auf die "gute" Seite wechseln würde. Es gab nur eine richtige Seite. Die vom dunklen Lord.

Grinsend wandte ich mich der Wand zu und machte dort einen Strich mit meinen, wohl viel zu langen, Fingernägel. Es sind nun Jahre vergangen seit wir eingesperrt wurden - 14 Jahre, um genau zu sein - und ich hatte immer deutlicher das Gefühl, dass unsere Zeit bald gekommen war. Ich musste laut aufkichern.

Meinen dunklen Lord zu sehen, zu sehen wie die ganze Zauberwelt am Ende in unserer Kontrolle stehen würden, dies malte ich mir alles aus und es durchflutete mich mit einem zufriedenem Gefühl.

Fast sofort konnte ich dann auch die kalte Aura eines der Dementoren spüren, er hatte Wohl die kurze Glückseligkeit in mir bemerkt und ihn somit in sich gezogen.

Diese verfluchten Biester, sie werden schon zu sehen bekommen, wenn die Zeit reif war. Solange konnte ich sie nur fluchend ansehen. 

Ich ballte meine Hände zu Fäusten. Diese Dementoren! Diese Zelle! Merlin, ganz Askaban! Wie mich das Ganze hier aufregte! Frustriert ließ ich ein Schrei aus mir. Meine knochigen Hände wanderten nun zu meinen verwirrten, verknoteten Haaren. Ich lachte nun laut auf, während ich mit meinem Körper immer weiter nach hinten ging, bis ich die kalte, fast eisige Wand hinter mir zu spüren bekam. Ich ließ mich an ihr runter, sodass ich nun auch den eisigen Boden spürte. Wir werden hier raus kommen und diesen einfältigen Halbblütern und Schlammblütern zeigen, wer das Sagen hat!

Wir werd- Die Kraft verließ mich, mein Körper fiel zur Seite und ich sah nur noch Schwarz.



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Platz 3 = Hogwartskatze aus Hufflepuff!


Nein! Das kann nur ein Alptraum sein. Ich sitze in einem dunklen Raum, es ist kalt, eiskalt, ich friere, wie ich nie in meinem Leben gefroren habe.Hoch über mir Gestalten in pflaumenblauen Umhängen, Reihe über Reihe. Eine Stimme, unwirklich, wie aus eine anderen Welt. Ich werde wegen der Ausübung schwarzer Magie sowie der Preisgabe unserer Welt am 1. Juli dieses Jahres zu 7 Jahren Askaban
verurteilt. Schwarze Magie? Niemals!!! Kann ich gar nicht. Oder doch? Was habe ich aber getan, an diesem ersten Juli? Ich war zu Hause, war geschafft von den anstrengenden ZAG-Prüfungen. Vom büffeln und trainieren wochenlang bis tief in die Nacht.
Weiter komme ich mit meinen Gedanken nicht, ein Dementor packt mich, führt mich aus dem Raum. Um mich wird alles schwarz... Ich wache auf, liege hart, mir ist schlecht, mir ist kalt, ich habe Kopfschmerzen und immer noch ist es
sehr dunkel um mich. Gitterstäbe, kalte Steinwände, Mauern. Ich bin in Askaban.


Ich höre Schreie, möchte selbst schreien, aber irgendwas hält mich davon ab. Stattdessen versuche ich mich zu erinnern. Ich hab mit meinen Eltern gefrühstückt und habe mir einen Liegestuhl im Garten aufgestellt. Ja meine Katze Herminchen legte sich zu mir und wir beide schliefen ein.. Von nebenan höre ich das verzweifelte Schluchzen einer Frau. Ich gehe nah an die Wand heran und versuche, mit ihr zu sprechen, aber sie hört mich nicht, weint immer weiter. Verzweiflung kommt auf mich zu wie ein Dementor, während ich mit aller Kraft versuche, mich zu erinnern. Ja, ich wurde wach, als zwei Freundinnen aus meiner Grundschulzeit kamen, um mich zum Schwimmen abzuholen. Sie gehen hier auf die Schule, ich darf ihnen nicht sagen auf welche Schule ich
wirklich gehe. Muss irgendwie improvisieren, meine Fächer umbenennen. Fällt mir sehr schwer, weswegen ich so tue, als ginge mir Schule tierisch auf die Nerven. Und das Thema wechsle. Aber ich glaube, sie ahnen, dass irgendwas nicht stimmt. Dann sind wir an unseren See hinaus, diesen kleinen Waldsee, den nur wenige Menschen hier kennen. Sie beide jammerten über den vielen trockenen Unterrichtsstoff, den sie sowieso wohl nie brauchen, darüber, dass ihr Mathelehrer ihnen Aufgaben so erklärt, dass sie sie nicht verstehen und sich dann aufregt, weil sie nichts verstehen. Und darüber, dass die
blöde Tussi aus der Parallelklasse ihnen nacheinander ihre Freunde ausgespannt habe.


 Wenn sie doch nur zaubern könnten, dann würden sie ihnen Pickel und Haarausfall verpassen. Und 20 Kilo Übergewicht. Aus Spaß habe ich dann ein paar sehr alberne Zaubersprüche vorgeschlagen sowas wie „Ratten und Karnickel, die Tussi die kriegt Pickel“ oder „lila Luftmatratze, die Tussi kriegt ne Glatze“ Aber... aber, ich habe sehr darauf geachtet, nicht mal annähernd einen richtigen Zauberspruch oder Fluch
auszusprechen, hab auch an keinen gedacht. Zu unserem Pech war aber gerade diese Tussi auch an dem See. Und ihre Clique, die Fünferbande, wie viele von uns sie heimlich nennen. Sie selbst nennen sich die Kaiserin und die edlen Ladys. Glatze hatte sie nicht, die Kaiserin, aber – Pickel. Und was für Pickel. Ein paar waren so groß wie Haselnüsse. Und sie war wütend, sehr sehr wütend. Kam auf uns zugestürmt, gefolgt vom Rest der Fünferbande. Zerrten uns an den Haaren in den See und versuchten uns unter
Wasser zu drücken. Tage vergehen oder vielleicht Wochen. Gleichförmig, dunkel und kalt, nur unterbrochen vom Öffnen der Luke für Essen und Wasser. Hunger habe ich selten, zwinge mich zum Essen. Nur, um etwas zu tun zu haben. Zweimal am Tag werden wir einzeln in ein sehr karges Bad geführt. Manchmal höre ich
Menschen weinen oder schreien. Ich habe kein Zeitgefühl mehr. 


Erinnerungen steigen auf wie dunkle Wolken vor einem Sturm. Der Tod meiner Tante nach langer Krankheit. Wie mein Vater seine Arbeit verlor und völlig zu verzweifeln drohte. Ein Streit meiner Eltern, als ich noch sehr klein war, weil Mutter
sich von den Vaters Eltern abgelehnt fühlte. Der Abschied von meinen Freundinnen, die ich immer noch belügen muss. Werde ich je wieder glücklich sein. Werde ich überhaupt überleben? Ich glaube hier sterben viele. Geben such auf. Aber ich will mich nicht aufgeben. Krampfhaft versuche ich, an ein glückliches Erlebnis zu denken, Eines... Irgend eines. Als mein Hogwartsbrief kam. Als... Aber immer wieder landen meine Gedanken bei der Szene, als wir drei mit der Fünferbande kämpfen. Und dann kam aus etwas dem Wasser. Ein Pferd – nein, ein Kelpie. Das Kelpie, das ich damals gerettet habe, weil ich es
für ein Pferd hielt. Und nun muss ich gezaubert haben, habe ein Tuch herbeigerufen und es dem Kelpie übergeworfen. Ihm befohlen die Fünferbande weg zu jagen. War das Schwarze Magie? Ich wollte nur meine Freundinnen retten. Nur die „Kaiserin“ lief nicht davon, versuchte, mich von dem Kelpie zu stoßen. Wollte selbst aufsteigen, oder es verletzen, für sie war es ja ein Pferd. Ich herrschte sie an, sie
solle verschwinden, wenn ihr ihr Leben lieb sei. Habe ich dann den Imperius-Fluch ausgesprochen? Daran gedacht habe ich, ja. Aber ausgesprochen? Sicher nicht. Schließlich gab sie auf... Ja und ich musste die Gedächtnisse meiner Freundinnen verändern. Sie erinnern sich nur noch an den Streit mit der Fünferbande. War definitiv nicht richtig, aber geht man dafür nach Askaban?


Der Heuler mit der Vorladung. Meine Eltern begleiten mich, beide weinen. Versuchen, mir zu helfen, werden aber von dem Vorsitzenden immer wieder abgeblockt, immer wieder als Muggel bezeichnet. Sie resignieren. Aber..ich hab das Kelpie nicht gerufen, habe uns nur verteidigt, ja, sogar der Fünferbande geholfen, damit das Kelpie sie nicht unter Wasser ziehen kann. Das ist ein glücklicher Gedanke,
irgendwie. Tröstlich zumindest. Als seien meine Gedanken nach draußen geflogen – meine Zellentür geht auf. Eine junge Hexe aus dem Ministerium steht vor mir. Sie erzählt mir, dass meine Eltern nach Hogwarts geschrieben und geschildert haben, wie die Verhandlung gelaufen ist. Daraufhin habe es eine Untersuchung beim Zaubergamot
gegeben und es habe sich gezeigt, dass meine Verhandlung gesetzeswidrig verlaufen sei. Mir hätte ein Verteidiger aus der magischen Welt zugestanden. Ich hätte Zeugen benennen dürfen. Aber sie haben nur die „Kaiserin“ angehört. Ihr Worte in den Mund gelegt. So nebenbei haben sie nur mit ihr gesprochen, im Vorübergehen gewissermaßen. Bei der Verhandlung war sie nicht. Der Geheimhaltung unserer Welt
wegen oder sowas. Und die „Kaiserin“ hat ihre Chance genutzt, wie sie immer alles tut, um selbst gut dazustehen. Hat gelogen. Ihre Pickel stammten aus ihrem Versuch, ihre unreine Haut zu bekämpfen. Ich darf mit der Ministeriumshexe gehen. Wir apparieren ans Festland. Meine Eltern schließen mich glücklich in die Arme.


Ich bin frei!!!